Unverhofft kommt oft: Plötzlich war das Konto gesperrt.

-Warum auch junge Familien dringend eine Vorsogevollmacht und eine Patientenverfügung benötigen

Häufig begegnet man der Annahme, dass eine Patientenverfügung erst für ältere Personen erforderlich ist, oder wenn man kurz vor der Rente steht.

Der Verlust der eigenen Entscheidungskraft trifft aber nicht nur ältere Personen, nach einem Unfall oder einer schweren Krankheit kann dies jederzeit auch für einen 20-, 40- oder 50-Jährigen treffen. Tritt dieser Fall ein und es besteht keine Vollmachtsregelung, entscheidet das Betreuungsgericht, wer zum Betreuer (Entscheider) bestellt wird. In rund 50 % aller Fälle ist dies kein Familienangehöriger, sondern eine fremde Person, die ab sofort über alle Bereiche des Lebens (Finanzen, medizinische Behandlung, Aufenthalt, Post etc.) für die betreute Person entscheidet.

Der Ehepartner, die Kinder oder auch die Eltern haben keine Einsicht oder Mitbestimmungsrechte mehr.

Und was viele nicht glauben können: Sogar der Zugriff auf das gemeinsame Konto wird für den Ehepartner gesperrt. Hintergrund ist, dass der Betreuer das Vermögen der betreuten Person gegen Dritte schützen muss und darunter fällt sogar der eigene Lebenspartner.

Wie Sie das Problem vermeiden, was sonst noch auf Sie zukommen kann, was Sie dazu wissen sollten,

wer Ihnen hierzu Informationen und Hilfe geben kann,

erfahren Sie am Mittwoch, 15.02.2017 ab 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30Uhr) im BRK Seniorenheim Geisenhausen, Bahnhofstraße 56

im Rahmen eines kostenlosen Infoabends.

 

Wer entscheidet im Krankeitsfall oder nach einem Unfall tatsächlich?

Der Vortrag zum Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung fand großen Anklang

Pauluszell. Mehr als 80 Besucher fanden sich am Dienstag, den 24.01. im Zellbachstüberl ein, um sich über dieses Thema zu informieren. Martin Wagenbauer, IHK geprüfter Generationenberater und Spezialist für Vollmachten, Pflegeversicherung und Pflegeimmobilien, informierte die Besucher ausführlich über diese Thematik. Nur etwa 20 Prozent aller über 18jährigen haben eine entsprechende Vorsorgevollmacht erstellt, weil viele glauben, dass im Schadensfall automatisch der Ehepartner oder ein Kind die notwendigen Maßnahmen und Entscheidungen veranlassen kann.

Tatsächlich wird ohne Vorsorgevollmacht ein vom Betreuungsgericht bestimmter Betreuer eingesetzt. Häufig ist dies kein Familienangehöriger , sondern eine fremde, vom Betreuungsgericht bestimmte Person. Wenn zusätzlich keine Schweigepflichtsentbindung für die behandelnden Ärzte vorhanden ist, stellt dies die Angehörigen vor das Problem, wie sie Informationen über den Gesundheitszustand des Partners oder der Eltern erhalten können.

Der eingesetzte Betreuer entscheidet über alle Lebensbereiche, von den Finanzen, über den Aufenthalt in Kliniken oder einer Heimunterbringung und vieles mehr, so Wagenbauer. Diese Problematik betrifft nicht nur ältere Personen, sondern auch eigene Kinder die das 18. Lebensjahr erreicht haben. Die Eltern sind in diesem Fall komplett außen vor, wenn keine Vorkehrung getroffen wurde. Anhand von Beispielen erhielten die Zuhörer nützliche Tipps, was es zu beachten gilt.

Wagenbauer ging auch darauf ein, welche Gefahren eine kostenlose Vollmacht oder Patientenverfügung aus dem Internet beinhaltet und warum es daher sinnvoller ist, einen Anwalt oder Notar aufzusuchen. Besonders Interesse fand das BGH-Urteil vom Juli 2016: Aufgrund der in dieser Entscheidung für Patientenverfügungen aufgestellte Wirksamkeitsvoraussetzungen sind nunmehr zwischen 50 und 90 Prozent der bestehenden Patientenverfügungen unwirksam. Denn das Urteil änderte die Anforderungen an die Wirksamkeit der Patientenverfüung grundlegend. Pauschale Angaben, dass man etwa keine lebenserhaltenden Maßnahmen mehr wünscht, reichen nicht länger aus. Die fraglichen Maßnahmen, wie künstliche Ernährung, künstliche Flüssigkeitszufuhr oder künstliche Beatmung, müssen in den jeweiligen Situationen und Krankheitsbildern präzise beschrieben sein. Bisher sind jedoch in vielen Patientenverfügungen solche Angaben nur sehr pauschal formuliert.

Warum eine private Pflegevorsorge dringend anzuraten ist, erklärte Wagenbauer anhand der Bevölkerungsstatistik und den Prognosen der zukünftigen Pflegebedürftigen. Die Lebenserwartung ist in den vergangenen 40 Jahren um rund 10 Jahre gestiegen. Dieses zusätzliche Lebensjahrzehnt möchte jeder mit einer ausreichenden Rente genießen, doch wie soll das bei der sinkenden Anzahl von Erwerbstätigen möglich sein? Der Anteil der über 65-jährigen steigt bis 2050 um über 30 Prozent an. Wer selbst nicht vorsorgt, läuft daher Gefahr in die Altersarmut zu rutschen. Er belastet dadurch nicht nur sich selbst, sondern wird im Pflegefall auch zu einer hohen finanziellen Belastung der eigenen Kinder.

Dass das Thema Pflege aber nicht nur negative Seiten hat, sondern damit auch eine große Chance für den Aufbau einer Altersvorsorge bestehen, beschrieb Wagenbauer anhand der dringend benötigten Pflegeheimplätze. Um den Bedarf zu decken, müssten in den nächsten 40 Jahren ca.450 Heime jährlich gebaut werden. In eine Pflegeimmobilie zu investieren sei daher derzeit eine sichere Kapitalanlage. Man investiere in ein soziales Investment, das aufgrund der stark steigenden Pflegebedürftigen auch eine hohe Sicherheit bietet, so Wagenbauer. Die Wartelisten auf einen Heimplatz werden immer länger. Damit ist eine Auslastung der Heime sichergestellt. Im Gegensatz zu bisher bekannten Altersvorsorgen (Lebensversicherungen oder Sparpläne),  mit denen keine nennenswerten Gewinne mehr erzielt werden, bringt die Pflegeimmobilie aktuell zwischen 4 und 4,5 Prozent Rendite. Aufwand mit Verwaltung des Pflegeheims oder dem Mieter des Pflegeheimappartments gibt es keinen, da dies alles der Betreiber oder die Hausverwaltung übernimmt. Mietausfall ist ebenfalls nicht zu befürchten, da im Falle des Mietausfalls durch Zahlungsschwierigkeiten des Mieters das Sozialamt die Kosten trägt. Wagenbauer berichtete, dass die Investition in eine Pflegeimmobilie aufgrund des äußerst geringen Risikos und der positiven Rendite kürzlich vom Amtsgericht Landau sogar als „mündelsicher geeignete Anlage“ (mündelsicher = Sparbuch, Bankkonto oder Bundesanleihe) bewertet wurde. Gerade in Zeiten des Zinstiefes biete eine Pflegeimmobilie daher eine hervorragende Anlagemöglichkeit.

Zum Ende der Veranstaltung bat Wagenbauer die Zuhörer um eine Spende für die Stiftung Licht und Schatten sowie das Hospiz Vilsbiburg. Viele Besucher beendeten diesen Abend mit dem Vorsatz, sich in den nächsten Tagen mit der Regelung seiner eigenen Vorsorge zu befassen.

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Die Entwicklung der Europäischen Zinspolitik wird sich in kommenden Jahr auf den garantierten Mindestzins auswirken. Nach einem Bericht vom Handelsblatt aus dieser Woche plant die Regierung die Abschaffung des Mindestzinses zum 01. Januar 2016.

Verschiedene große Gesellschaften wie Zurich, Generali, Talanx haben sich bereits von entsprechenden Produkten verabschiedet. Aktuell folgt auch Ergo diesem Trend.

Die Auswirkungen für die Versicherten sind bisher noch nicht genau abzuschätzen. Viele Verträge werden wohl die Erwartungen der Sparer nicht mehr erfüllen. Das Ziel einer rentablen zusätzlichen Rente zur gesetzlichen Versorgung wird höchstens noch für Banken einen Profit erzielen, der Sparer könnte sein Geld genauso gut unter das Kopfkissen legen. Die Abschluss- und laufenden Kosten einer Lebensversicherung führen einer negativen Rendite. Zum Schluss bekommen Sie weniger raus als Sie eingezahlt haben. Viele Sparer fragen sich, ob sich Ihr bisheriger Vertrag noch rentiert.

Was können Sie als Verbraucher dagegen tun?

Lassen Sie sich von unabhängigen Beratern informieren. Es gibt mittlerweile interessante Alternativen die Ihnen bessere Ergebnisse bringen.

Wir beraten Sie gerne, neutral, kompetent und unabhängig.

Holen Sie sich Ihr individuelles, an Ihre persönliche Situation angepasstes Konzept für eine optimale Altersvorsorge.

Finanzkonzepte-Wagenbauer GmbH i.G. Ihr Spezialist für Versicherungen, Finanzen und Immobilien